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Am Wochenende des 10. und 11. Februar 2012 war es wieder so weit: Der 27. Bremer Samba- und Maskenkarneval startete unter dem Motto "Metamorphose". Metamorphose bedeutet Gestaltenwandel, Verwandlung von Menschen, Tieren, Göttern, Pflanzen: Das Leben ist eine ständige Verwandlung. Die Raupe verwandelt sich in einen Schmetterling, Pubertierende wandeln sich zu Erwachsenen, der Wolf zieht einen Schafspelz an, die Regierungsmeinung wandelt sich wie das Fähnchen im Wind, das Klima wandelt sich gegen unseren Willen ... Und unser Hamburger Maracatu Nation Stern der Elbe? Wir verwandelten uns in eine Horde trommelnder Affen, die ihrer Lieblingsspeise, der Banane in Form unseres Mestres Dirk Iwen folgten und ordentlich auf die Trommeln hauten. Am Samstag Nachmittag zeigte sich Bremen von seiner schönsten Seite: Strahlender Sonnenschein. Der historische Marktplatz war gefüllt mit Trommlern in den buntesten Farben und sehr fantasievollen Kostümen. Wir nahmen am großen Sambaumzug teil, der vom Marktplatz durch das Ostertorviertel bis hin zum Kulturzentrum Lagerhaus führte-gesäumt von Hunderten begeisterter Zuschauer. Zwischenzeitig bekamen wir tatkräftige Unterstützung von unseren Freunden aus Köln, die sich für uns ebenfalls in Affenkostümen geworfen hatten. Am Abend folgte dann ein ganz besonderer Bühnenauftritt: Wir durften bei der großen Show in der Kesselhalle des Kulturzentrums Schlachthof dabei sein. Dafür hatten wir uns in den letzten Proben gründlich vorbereitet und ein gemeinsames und (wie immer zu solchen Gelegenheiten) sehr lustiges Probenwochenende in einer Jugendherberge in Hitzacker angesetzt. Hier trommelten wir 2 Tage ununterbrochen und übten sogar eine Choreographie für die große Show in der Kesselhalle ein. Ein richtiges Bühnenprogramm war für unsere Gruppe eine völlige Neuheit. Das Einstudieren war nicht leicht, machte aber riesigen Spaß und es wird sicher nicht der letzte Auftritt dieser Art gewesen sein! Das Publikum besteht hier jedes Jahr aus lauter professionellen Samba-Verrückten; da wollten wir selbstverständlich eine besonders gute Figur machen. Das ist uns auch gelungen, wie uns zahlreiche Zuschauer nach unserem Auftritt bestätigten. Die Stimmung war großartig und der dumpfe Sound unsere Alfaias und die prachtvollen Kostüme unseres Hofstaats sicherlich eine willkommene Abwechslung zu den ebenfalls großartigen Samba-Klängen der anderen auftretenden Gruppen.
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